Zwischen Restauration und Improvisation
Zwischen Restauration und Improvisation
Zahnärztliches Hilfsprojekt im Osten Namibias
(vom 25.5.-14.6.2007)
(vom 25.5.-14.6.2007)
Dr. Cornelia Leuer-Fischer und Dr. Joachim Fischer
Nach 25 Jahren gemeinsamer Zahnarztpraxis-Tätigkeit im idyllischen Kleve am Niederrhein beschlossen wir im Herbst 2006 uns im Frühsommer 2007 für ein zahnärztliches Hilfsprojekt in Afrika zu engagieren. Durch Gespräche mit im Entwicklungsdienst erfahrener Verwandtschaft und Suche im Internet und fanden wir ein Hilfsprojekt Afrodent im Osten Namibias, in der Nähe der Stadt Gobabis, 200 KM östlich von Windhoek entfernt. Es folgte eine Kontaktaufnahme mit dem Verein Afrodent, der sich seit 1993 in Afrika engagiert, um vor allem Kinder zahnmedizinisch zu versorgen. Seitdem besuchen Zahnärzte ehrenamtlich für Afrodent jährlich die Missionsstationen Dornfeld (Zentrale mit ca. 1200 Kindern), Aminuis und Epukiro (mit 500/300 Kindern) und sehr bald nahm das Abenteuer seinen Lauf.
Vorbereitungen
Persönlicher Kontakt mit dem Vorstand und Erfahrungsaustausch mit einem in Dornfeld in 2006 tätigen Zahnarztehepaar halfen uns, die intensiven Vorbereitungen anzugehen. Nach Festlegung des Termins mit der kirchlichen Leitung der Missionsschule Dornfeld wurde der Flug gebucht und viele Spendenbitten los gelassen. Beeindruckend war die Spendenbereitschaft der Firmen, Vereine und Privatleute bei direkter Ansprache. Eine Woche vor unserem Abflug konnten so zwei Aluboxen mit Spendenmaterial und dem mobilen Behandlungskoffer per Luftfracht auf die Reise geschickt werden (der preiswerteste Weg des Transportes der Hilfsgüter nach Namibia). Wenige Wochen vor unserem Abflug wurden wir unerwartet mit dem Problem konfrontiert, dass die namibischen Behörden für unseren Einsatz eine Arbeitserlaubnis sowie die Vorlage unzähliger beglaubigter Dokumente (Englischkenntnisse, Approbation, Nachweis der Berufserfahrung und Referenzen). Letztendlich konnten wir dieses Problem erst vor Ort, in Windhoek lösen, dank der Hilfe eines Studienkollegen aus Gießen, den wir zufällig dort trafen und der dort seit einigen Jahren praktiziert.
Vorbereitungen
Persönlicher Kontakt mit dem Vorstand und Erfahrungsaustausch mit einem in Dornfeld in 2006 tätigen Zahnarztehepaar halfen uns, die intensiven Vorbereitungen anzugehen. Nach Festlegung des Termins mit der kirchlichen Leitung der Missionsschule Dornfeld wurde der Flug gebucht und viele Spendenbitten los gelassen. Beeindruckend war die Spendenbereitschaft der Firmen, Vereine und Privatleute bei direkter Ansprache. Eine Woche vor unserem Abflug konnten so zwei Aluboxen mit Spendenmaterial und dem mobilen Behandlungskoffer per Luftfracht auf die Reise geschickt werden (der preiswerteste Weg des Transportes der Hilfsgüter nach Namibia). Wenige Wochen vor unserem Abflug wurden wir unerwartet mit dem Problem konfrontiert, dass die namibischen Behörden für unseren Einsatz eine Arbeitserlaubnis sowie die Vorlage unzähliger beglaubigter Dokumente (Englischkenntnisse, Approbation, Nachweis der Berufserfahrung und Referenzen). Letztendlich konnten wir dieses Problem erst vor Ort, in Windhoek lösen, dank der Hilfe eines Studienkollegen aus Gießen, den wir zufällig dort trafen und der dort seit einigen Jahren praktiziert.
Tolle Spende von Sirona
Die größte Freude war, nach Kontaktaufnahme mit der Firma Sirona, deren spontane Zusage mit einer neuen Behandlungseinheit zu helfen. Aus Erfahrungsberichten wussten wir, dass die nunmehr 30 Jahre alte Behandlungseinheit vor Ort eher der Restauration als der aktiven Nutzung dienen konnte. Der Leiter der Entwicklungsabteilung von Sirona Dental Systems, Thomas Nack hat sich mit unglaublichem Engagement für die neue Behandlungseinheit einschließlich Transport und Installation vor Ort eingesetzt. Im März 2007 war es soweit und die neue Behandlungseinheit ging auf den Weg nach Namibia. Leider war es uns nicht vergönnt, diese vor Ort einzuweihen, weil sie erst sechs Wochen nach unserem Einsatz installiert werden konnte. So wurden wir zu Meistern der Improvisation!
Auf zur Missionsstation
Am 25.5.2007 trafen wir wohlgemut mit Air Namibia in Windhoek ein. Jedoch war die Auslösung des Spendenmaterials am Flughafenzoll ein Problem. Diese kostete uns drei Stunden Wartezeit und ca. 800 namibische Dollar (obwohl wir ein Permit der namibischen Botschaft hatten). Endlich wurden die Kisten auf den Pick-up der Missionsschule geladen und von Pater Pöllitzer mit nach Dornfeld genommen. Wir verschnauften und akklimatisierten uns noch ein paar Tage über Pfingsten in Windhoek und Swakopmund.
Eine knappe Woche später wurden wir dann von den drei Patres Pöllitzer, Geiger und Volk am Flughafen in Windhoek mit unserem umfangreichen Gepäck aufgelesen und ab ging die Reise von ca. 3 Stunden auf guter Asphaltpiste gen Dornfeld. Nach herzlichem Empfang durch Sr. Elisabeth und Sr. Dominika erfolgte die Einquartierung im Gästehaus –nach sorgenvollem Blick von Schwester Dominika auf unser umfangreiches Gepäck- bekamen wir spontan ein zweites Apartment zugewiesen.
Die größte Freude war, nach Kontaktaufnahme mit der Firma Sirona, deren spontane Zusage mit einer neuen Behandlungseinheit zu helfen. Aus Erfahrungsberichten wussten wir, dass die nunmehr 30 Jahre alte Behandlungseinheit vor Ort eher der Restauration als der aktiven Nutzung dienen konnte. Der Leiter der Entwicklungsabteilung von Sirona Dental Systems, Thomas Nack hat sich mit unglaublichem Engagement für die neue Behandlungseinheit einschließlich Transport und Installation vor Ort eingesetzt. Im März 2007 war es soweit und die neue Behandlungseinheit ging auf den Weg nach Namibia. Leider war es uns nicht vergönnt, diese vor Ort einzuweihen, weil sie erst sechs Wochen nach unserem Einsatz installiert werden konnte. So wurden wir zu Meistern der Improvisation!
Auf zur Missionsstation
Am 25.5.2007 trafen wir wohlgemut mit Air Namibia in Windhoek ein. Jedoch war die Auslösung des Spendenmaterials am Flughafenzoll ein Problem. Diese kostete uns drei Stunden Wartezeit und ca. 800 namibische Dollar (obwohl wir ein Permit der namibischen Botschaft hatten). Endlich wurden die Kisten auf den Pick-up der Missionsschule geladen und von Pater Pöllitzer mit nach Dornfeld genommen. Wir verschnauften und akklimatisierten uns noch ein paar Tage über Pfingsten in Windhoek und Swakopmund.
Eine knappe Woche später wurden wir dann von den drei Patres Pöllitzer, Geiger und Volk am Flughafen in Windhoek mit unserem umfangreichen Gepäck aufgelesen und ab ging die Reise von ca. 3 Stunden auf guter Asphaltpiste gen Dornfeld. Nach herzlichem Empfang durch Sr. Elisabeth und Sr. Dominika erfolgte die Einquartierung im Gästehaus –nach sorgenvollem Blick von Schwester Dominika auf unser umfangreiches Gepäck- bekamen wir spontan ein zweites Apartment zugewiesen.
1000 bunte Luftballons
An unserem ersten Arbeitstag weckte uns ein Hahn aus der Nachbarschaft sowie die Sirene, die die Schulkinder zum Essen rief. Obwohl innerlich auf eine Basiszahnmedizin eingestimmt, entlockte uns die Einweisung in die zahnärztliche Ambulanz durch Schwester Dominika nur ein zartes Ouh! Wir räumten unser Spendenmaterial ein und sichteten die vorhandenen Materialien und Instrumente. Sichern allerdings mussten wir die Behandlungsleuchte mit Hilfe eines weiteren Luftballons, wie offensichtlich schon viele Male zuvor passiert. Wir begannen mit der Untersuchung der Kleinen, von denen einige gerade mal eine Woche in diesem Internat waren, d.h. auch kein Englisch sprachen und zum Heimweh hinzu nicht noch ihr Zahnweh fühlen wollten. Beim ersten Behandlungsversuch, das offensichtlich allen Vorgängern bekannte Phänomen: der Kompressor ist nicht da. Man ist bereit, ihn auf Nachfrage zu suchen, aufzufinden und zu installieren. Beim ersten Benutzen ein Riesenknall, der Kompressorschlauch war abgeplatzt. Zange und Draht genügten hier zur Problemlösung. Unser erster Arbeitstag fand dann seinen Abschluss bei einem Sundowner unter wundervollem afrikanischen Sternenhimmel vor unserem Apartment. Nicht zuletzt trieb uns die beachtliche Kälte des afrikanischen Winters in die warmen Betten. Am nächsten Tag untersuchten wir vormittags ca. 240 Kinder - als Anerkennung gab es immer Luftballons, die begeisterten Absatz fanden. Wir haben ca. 2500 Luftballons mitgebracht, die von unserem Dentaldepot NWD, der heimischen Sparkasse, Volksbank, AOK und zahlreichen Privatpersonen gespendet wurden. Nach dem Mittagessen versuchten wir es mit Füllungstherapie, wir wurden jedoch ausgebremst, da das Wasserspray der Turbine nicht funktionierte. Wir mussten die gesamte Behandlung vor Ort noch an der alten Behandlungseinheit durchführen, wofür nicht einmal ein Ingenieurdiplom ausgereicht hätte, um die zu reparieren. Also behandelten wir unermüdlich weiter mit Extraktionen bei den Kleinen. Da die Turbine irreparabel war, nahmen wir die mobile Behandlungseinheit zu Hilfe. Assistiert hat uns eine Seminaristin, namens Jaqueline, die sehr fürsorglich mit den Kleinen umging und sie mit einer Decke versorgte, da die Temperaturen im Behandlungsraum recht ungemütlich kühl waren. Manches mal diente ein Heißluftsterilisator als Wärmeproduzent.
Abenteuerreisen zu anderen Missionsstationen
Nach einer Woche bereiteten wir alles vor, um zur Missionsstation Aminuis zu fahren. Der „Gockel Pick up“ wurde mit etlichen Sack Mais, zahnärztlicher Ausrüstung und unserem leichten Handgepäck in staubdichten Müllbeuteln beladen und mit einer skizzierten Wegbeschreibung für die ca. 200 km lange Piste, Wasser und guten Wünschen für die Reise wurden wir losgeschickt. Hier begegneten wir ungefähr 3-4 Fahrzeugen und rechts und links im trockenen fortlaufend eingezäunten Busch waren auch einige „Wildtiere“ zu sichten wie Perlhühner, Erdmännchen und Antilopen. Die afrikanische Nacht kommt schnell und weit nach Einbruch der Dunkelheit und kleinerer Irrfahrt –etwas in Angst versetzt durch die Tankanzeige ‚empty’– erreichten wir die Missionsstation Aminius, wo wir sehnlichst von Sr.Jutta und Sr. Ansgardis erwartet wurden. Wir bekamen eine sehr gemütliche Unterkunft mit Bergen von dicken Decken. Nach dem Abendessen wurden wir mit Konfekt, Chips und Bier verwöhnt, dazu gab es reichlich Information über die Missionsstation und das Umland, bis wir uns dann recht ermattet unter unsere Deckenberge begaben. Am nächste Morgen war es nicht der Hahn und die Essenssirene, die uns aus dem Schlaf holte, sondern das Angelusläuten der Kirche. Wir richteten unsere Ambulanz ein und bastelten einen Behandlungsstuhl, der aus einem Küchenstuhl mit einem an der Rückenlehne mit Tape befestigten Kopfkissen bestand, - positionierten unseren ambulanten Behandlungskoffer auf einem ausrangierten Kühlschrank - und schon ging’s los. Check up’s und Extraktionen, unterbrochen mit einer von Schwester Jutta befohlenen „Kaffeepause“ füllten den Tag aus und am Abend hatten wir 500 Kinder untersucht und z.T. behandelt. Am nächsten Tag machten wir Füllungen inklusive vieler Eckenaufbauten. Bei den vielen Kunststofffüllungen kam unsere von unserem Depot NWD-Essen-Kettwig (besonders beteiligt: Herr Esch sowie Frau Hartmann und Frau Friedrichs) gespendete Aku-UV-Leuchte manchmal an ihre Kapazitätsgrenzen. Die geplante Rückreise nach dem Lunch wurde gestrichen, da wir mit Füllungen und Frontzahnaufbauten noch nicht fertig waren. Leider gingen uns dann noch unsere mitgenommenen Luftballons aus, da die vorangemeldeten Schülerzahlen doch erheblich höher lagen. Alternativ mussten wir dann auf bunte Zahnbürsten aus unserem ‚Spendenfundus’ zurückgreifen, was aber nicht an die Freude über Ballons heranreichen konnte.
An unserem ersten Arbeitstag weckte uns ein Hahn aus der Nachbarschaft sowie die Sirene, die die Schulkinder zum Essen rief. Obwohl innerlich auf eine Basiszahnmedizin eingestimmt, entlockte uns die Einweisung in die zahnärztliche Ambulanz durch Schwester Dominika nur ein zartes Ouh! Wir räumten unser Spendenmaterial ein und sichteten die vorhandenen Materialien und Instrumente. Sichern allerdings mussten wir die Behandlungsleuchte mit Hilfe eines weiteren Luftballons, wie offensichtlich schon viele Male zuvor passiert. Wir begannen mit der Untersuchung der Kleinen, von denen einige gerade mal eine Woche in diesem Internat waren, d.h. auch kein Englisch sprachen und zum Heimweh hinzu nicht noch ihr Zahnweh fühlen wollten. Beim ersten Behandlungsversuch, das offensichtlich allen Vorgängern bekannte Phänomen: der Kompressor ist nicht da. Man ist bereit, ihn auf Nachfrage zu suchen, aufzufinden und zu installieren. Beim ersten Benutzen ein Riesenknall, der Kompressorschlauch war abgeplatzt. Zange und Draht genügten hier zur Problemlösung. Unser erster Arbeitstag fand dann seinen Abschluss bei einem Sundowner unter wundervollem afrikanischen Sternenhimmel vor unserem Apartment. Nicht zuletzt trieb uns die beachtliche Kälte des afrikanischen Winters in die warmen Betten. Am nächsten Tag untersuchten wir vormittags ca. 240 Kinder - als Anerkennung gab es immer Luftballons, die begeisterten Absatz fanden. Wir haben ca. 2500 Luftballons mitgebracht, die von unserem Dentaldepot NWD, der heimischen Sparkasse, Volksbank, AOK und zahlreichen Privatpersonen gespendet wurden. Nach dem Mittagessen versuchten wir es mit Füllungstherapie, wir wurden jedoch ausgebremst, da das Wasserspray der Turbine nicht funktionierte. Wir mussten die gesamte Behandlung vor Ort noch an der alten Behandlungseinheit durchführen, wofür nicht einmal ein Ingenieurdiplom ausgereicht hätte, um die zu reparieren. Also behandelten wir unermüdlich weiter mit Extraktionen bei den Kleinen. Da die Turbine irreparabel war, nahmen wir die mobile Behandlungseinheit zu Hilfe. Assistiert hat uns eine Seminaristin, namens Jaqueline, die sehr fürsorglich mit den Kleinen umging und sie mit einer Decke versorgte, da die Temperaturen im Behandlungsraum recht ungemütlich kühl waren. Manches mal diente ein Heißluftsterilisator als Wärmeproduzent.
Abenteuerreisen zu anderen Missionsstationen
Nach einer Woche bereiteten wir alles vor, um zur Missionsstation Aminuis zu fahren. Der „Gockel Pick up“ wurde mit etlichen Sack Mais, zahnärztlicher Ausrüstung und unserem leichten Handgepäck in staubdichten Müllbeuteln beladen und mit einer skizzierten Wegbeschreibung für die ca. 200 km lange Piste, Wasser und guten Wünschen für die Reise wurden wir losgeschickt. Hier begegneten wir ungefähr 3-4 Fahrzeugen und rechts und links im trockenen fortlaufend eingezäunten Busch waren auch einige „Wildtiere“ zu sichten wie Perlhühner, Erdmännchen und Antilopen. Die afrikanische Nacht kommt schnell und weit nach Einbruch der Dunkelheit und kleinerer Irrfahrt –etwas in Angst versetzt durch die Tankanzeige ‚empty’– erreichten wir die Missionsstation Aminius, wo wir sehnlichst von Sr.Jutta und Sr. Ansgardis erwartet wurden. Wir bekamen eine sehr gemütliche Unterkunft mit Bergen von dicken Decken. Nach dem Abendessen wurden wir mit Konfekt, Chips und Bier verwöhnt, dazu gab es reichlich Information über die Missionsstation und das Umland, bis wir uns dann recht ermattet unter unsere Deckenberge begaben. Am nächste Morgen war es nicht der Hahn und die Essenssirene, die uns aus dem Schlaf holte, sondern das Angelusläuten der Kirche. Wir richteten unsere Ambulanz ein und bastelten einen Behandlungsstuhl, der aus einem Küchenstuhl mit einem an der Rückenlehne mit Tape befestigten Kopfkissen bestand, - positionierten unseren ambulanten Behandlungskoffer auf einem ausrangierten Kühlschrank - und schon ging’s los. Check up’s und Extraktionen, unterbrochen mit einer von Schwester Jutta befohlenen „Kaffeepause“ füllten den Tag aus und am Abend hatten wir 500 Kinder untersucht und z.T. behandelt. Am nächsten Tag machten wir Füllungen inklusive vieler Eckenaufbauten. Bei den vielen Kunststofffüllungen kam unsere von unserem Depot NWD-Essen-Kettwig (besonders beteiligt: Herr Esch sowie Frau Hartmann und Frau Friedrichs) gespendete Aku-UV-Leuchte manchmal an ihre Kapazitätsgrenzen. Die geplante Rückreise nach dem Lunch wurde gestrichen, da wir mit Füllungen und Frontzahnaufbauten noch nicht fertig waren. Leider gingen uns dann noch unsere mitgenommenen Luftballons aus, da die vorangemeldeten Schülerzahlen doch erheblich höher lagen. Alternativ mussten wir dann auf bunte Zahnbürsten aus unserem ‚Spendenfundus’ zurückgreifen, was aber nicht an die Freude über Ballons heranreichen konnte.
Danke-schön
Nach 2 Tagen intensivster Arbeit räumten wir die Ambulanz auf, spülten und desinfizierten die Instrumente packten sie wieder in die Alukiste –wie gerne hätten wir eine Helferin von zu Hause für diese Arbeiten gehabt. Die etwas älteren Schülerinnen und Schüler (ca.8-12 Jahre) präsentierten uns als Dankeschön zum Abschied eine Aufführung mit tollem Gesang und Tanz, der uns alten Zahndoktors Tränen der Rührung in die Augen trieb – noch nie so was Beeindruckendes gehört! Nach dem Abschlussgesang ’Goodbye doctors’ verschwanden sie alle kichernd in der Dunkelheit und ließen uns glücklich zurück. Man bekommt viel zurück von den Afrikanern, besonders von den Kindern, die aus unterschiedlichen Stämmen kommen, ein Sprachenwirrwarr von bis zu 25 Sprachen sprechen, deren Schnalzlaute für uns schwer zu verstehen sind.
Erneute Turbulenzen in Dornfeld
Und wieder wird der „Gockel Pick.Up“ gepackt, wir besichtigen noch das beeinduckende Versorgungszentrum für Wasser und Strom, geschaffen durch Spenden und dem unermüdlichen Arbeitseinsatz einer Gruppe von freiwilligen Helfern aus Xanten-Birten. Und dann geht’s auf die Piste Richtung Dornfeld. Unterwegs in Gobabis Nachschub für unseren Sundowner und Nähmaschinenöl für die Pflege der Zangen eingekauft. Pünktlich zum Lunch sind wir wieder in der Mission. Unsere Arbeit in der Ambulanz beginnt zunächst wieder ohne Kompressor, der in der Zwischenzeit von den Leuten der Missionswerkstatt entführt worden war. Weitere Behandlungen mit Füllungen und Extraktionen bis zum Abend, aufgelockert durch einen explosionsartigen Knall, den wieder mal der abfliegende Verbindungsschlauch zum Kompressor verursachte. Am nächsten Morgen Verzögerung des Arbeitsbeginns durch akuten Wassermangel an der Turbine –alles mögliche überprüft, ohne Erfolg, mobiles Unit dazu gestellt- und los ging’s mit Füllungen, Füllungen, Füllungen bei „gefühlten“ Temperaturgraden knapp über Null, die armen Würmer! Abends noch eine nette Unterhaltung mit dem zum Bischof designierten Pater Pöllitzer geführt und eine Einladung ins Bischofshaus in Keetmanshoop bei nächster Gelegenheit erhalten.
Nach 2 Tagen intensivster Arbeit räumten wir die Ambulanz auf, spülten und desinfizierten die Instrumente packten sie wieder in die Alukiste –wie gerne hätten wir eine Helferin von zu Hause für diese Arbeiten gehabt. Die etwas älteren Schülerinnen und Schüler (ca.8-12 Jahre) präsentierten uns als Dankeschön zum Abschied eine Aufführung mit tollem Gesang und Tanz, der uns alten Zahndoktors Tränen der Rührung in die Augen trieb – noch nie so was Beeindruckendes gehört! Nach dem Abschlussgesang ’Goodbye doctors’ verschwanden sie alle kichernd in der Dunkelheit und ließen uns glücklich zurück. Man bekommt viel zurück von den Afrikanern, besonders von den Kindern, die aus unterschiedlichen Stämmen kommen, ein Sprachenwirrwarr von bis zu 25 Sprachen sprechen, deren Schnalzlaute für uns schwer zu verstehen sind.
Erneute Turbulenzen in Dornfeld
Und wieder wird der „Gockel Pick.Up“ gepackt, wir besichtigen noch das beeinduckende Versorgungszentrum für Wasser und Strom, geschaffen durch Spenden und dem unermüdlichen Arbeitseinsatz einer Gruppe von freiwilligen Helfern aus Xanten-Birten. Und dann geht’s auf die Piste Richtung Dornfeld. Unterwegs in Gobabis Nachschub für unseren Sundowner und Nähmaschinenöl für die Pflege der Zangen eingekauft. Pünktlich zum Lunch sind wir wieder in der Mission. Unsere Arbeit in der Ambulanz beginnt zunächst wieder ohne Kompressor, der in der Zwischenzeit von den Leuten der Missionswerkstatt entführt worden war. Weitere Behandlungen mit Füllungen und Extraktionen bis zum Abend, aufgelockert durch einen explosionsartigen Knall, den wieder mal der abfliegende Verbindungsschlauch zum Kompressor verursachte. Am nächsten Morgen Verzögerung des Arbeitsbeginns durch akuten Wassermangel an der Turbine –alles mögliche überprüft, ohne Erfolg, mobiles Unit dazu gestellt- und los ging’s mit Füllungen, Füllungen, Füllungen bei „gefühlten“ Temperaturgraden knapp über Null, die armen Würmer! Abends noch eine nette Unterhaltung mit dem zum Bischof designierten Pater Pöllitzer geführt und eine Einladung ins Bischofshaus in Keetmanshoop bei nächster Gelegenheit erhalten.
Wie ein Behandlungszimmer zum Tresor wurde
Wiederum einpacken und verladen unserer zahnärztlichen Notwendigkeiten. Mit dem alten Pick-up, einer kurzen Wegbeschreibung und ab nach Epukiro. Herzlicher Empfang und Zuweisung von zwei Einzelzimmern, da man hier nicht an die Wärmespendungen einer ehelichen Verbindung gewöhnt ist. Morgenwäsche dann mit kristallklarem Eiswasser ! Hier in Epukiro bezogen wir einen Raum für unsere Ambulanz, der bis auf eine alte Schulbank und ein Waschbecken völlig leer war. Kurzerhand haben wir Pater Geigers Esszimmer um zwei Tische und zwei Stühle und einen Heater erleichtert und haben uns in gewohnter Manier eine Ambulanz und einen Behandlungsstuhl gebastelt. Untersuchung der Schüler einschließlich Kindergarten vor der Ambulanz in gleißendem Sonnenlicht. Die Tür zu unserem Behandlungszimmer glich einem Tresor, der nach den Pausen nur durch geschickte „Schränkerhände“ von Sr, Rosa Maria wieder zu öffnen war.
Wiederum einpacken und verladen unserer zahnärztlichen Notwendigkeiten. Mit dem alten Pick-up, einer kurzen Wegbeschreibung und ab nach Epukiro. Herzlicher Empfang und Zuweisung von zwei Einzelzimmern, da man hier nicht an die Wärmespendungen einer ehelichen Verbindung gewöhnt ist. Morgenwäsche dann mit kristallklarem Eiswasser ! Hier in Epukiro bezogen wir einen Raum für unsere Ambulanz, der bis auf eine alte Schulbank und ein Waschbecken völlig leer war. Kurzerhand haben wir Pater Geigers Esszimmer um zwei Tische und zwei Stühle und einen Heater erleichtert und haben uns in gewohnter Manier eine Ambulanz und einen Behandlungsstuhl gebastelt. Untersuchung der Schüler einschließlich Kindergarten vor der Ambulanz in gleißendem Sonnenlicht. Die Tür zu unserem Behandlungszimmer glich einem Tresor, der nach den Pausen nur durch geschickte „Schränkerhände“ von Sr, Rosa Maria wieder zu öffnen war.
Abschied
Auch hier wieder Untersuchung und intensive Behandlung von ca. 350 Personen unter einfachsten Bedingungen. Man lebt in der Spannweite der drei B’s: Behandlung, Bierchen und Bett. Zurück in Dornfeld noch 2 Tage intensivster Behandlungen und dann galt es schon, Ordnung zu schaffen, aufzuräumen und den Dornröschenschlaf für die Zahnarztambulanz einzuläuten. Hoffentlich finden sich Kollegen und Kolleginnen, die diesem Schlaf ein schnelles Ende bereiten! Nach dem Lunch taucht ein Techniker der Firma Genmed aus Windhoek auf, der sich die Örtlichkeiten für die neue Behandlungseinheit anschauen will, die mittlerweile schon im Zoll in Windhoek steht - Juchu!! Zum Abschied werden wir in die Arena gebeten und mit einer für uns organisierten Abschiedsaufführung überrascht. Die Tanz- und Gesangsgruppe der Schule hat eine unvergessliche Aufführung mit traditionellem Gesang und Tanz für uns einstudiert.
Am nächsten Morgen hieß es Abschiednehmen von allen, die uns den Aufenthalt hier so angenehm gemacht haben. Dann wird das Auto für die Fahrt zum Flughafen bepackt, was einiges an Geschick erfordert. Denn außer uns und unserem umfangreichen Gepäck sollte noch der Fahrer, Schwester Erika aus Aminius mit Gepäck und eine frisch geschlachtete, aber Gott sei Dank schon zerlegte Kuh für die Mission in Döbra bei Windhoek Platz in dem Wagen finden. Nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen wir den Flughafen, werden abgeladen und unserem Schicksal überlassen. Mit leichter Verspätung- verlassen wir, bzw. unser Flieger Windhoek etwas schwerfällig – mit offensichtlich ziemlich ausgereiztem Startgewicht. Ein Platz neben der Toilette im Flieger bietet die ganze Nacht Unterhaltung und lässt keine Stille aufkommen. In Frankfurt werden wir am sehr frühen Morgen von unserer Afrikaerfahrenen Verwandtschaft abgeholt und konnten uns auf der Fahrt vom Flughafen an dem saftigen Grün der Landschaft im Gegensatz zu der trist graubraunen Steppenlandschaft in Namibia erfreuen. Nach einem Verschnaufsonntag in Königstein bei der Verwandtschaft und Rückreise nach Kleve ging für uns der normale Alltag wieder weiter – versehen mit vielen neuen Eindrücken, vielen Erinnerungen an nette Kontakte und Zufriedenheit über unsere geleistete Arbeit an der Basis, die doch so anders ist als in unserer hochtechnisierten Welt. Zuhause trauerten wir dem Reiz des Einfachen ein bisschen nach, denn schließlich haben wir nicht nur in über 2000 Münder geschaut, sondern auch in den afrikanischen Sternenhimmel. Man sitzt dann da und schaut!
Auch hier wieder Untersuchung und intensive Behandlung von ca. 350 Personen unter einfachsten Bedingungen. Man lebt in der Spannweite der drei B’s: Behandlung, Bierchen und Bett. Zurück in Dornfeld noch 2 Tage intensivster Behandlungen und dann galt es schon, Ordnung zu schaffen, aufzuräumen und den Dornröschenschlaf für die Zahnarztambulanz einzuläuten. Hoffentlich finden sich Kollegen und Kolleginnen, die diesem Schlaf ein schnelles Ende bereiten! Nach dem Lunch taucht ein Techniker der Firma Genmed aus Windhoek auf, der sich die Örtlichkeiten für die neue Behandlungseinheit anschauen will, die mittlerweile schon im Zoll in Windhoek steht - Juchu!! Zum Abschied werden wir in die Arena gebeten und mit einer für uns organisierten Abschiedsaufführung überrascht. Die Tanz- und Gesangsgruppe der Schule hat eine unvergessliche Aufführung mit traditionellem Gesang und Tanz für uns einstudiert.
Am nächsten Morgen hieß es Abschiednehmen von allen, die uns den Aufenthalt hier so angenehm gemacht haben. Dann wird das Auto für die Fahrt zum Flughafen bepackt, was einiges an Geschick erfordert. Denn außer uns und unserem umfangreichen Gepäck sollte noch der Fahrer, Schwester Erika aus Aminius mit Gepäck und eine frisch geschlachtete, aber Gott sei Dank schon zerlegte Kuh für die Mission in Döbra bei Windhoek Platz in dem Wagen finden. Nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen wir den Flughafen, werden abgeladen und unserem Schicksal überlassen. Mit leichter Verspätung- verlassen wir, bzw. unser Flieger Windhoek etwas schwerfällig – mit offensichtlich ziemlich ausgereiztem Startgewicht. Ein Platz neben der Toilette im Flieger bietet die ganze Nacht Unterhaltung und lässt keine Stille aufkommen. In Frankfurt werden wir am sehr frühen Morgen von unserer Afrikaerfahrenen Verwandtschaft abgeholt und konnten uns auf der Fahrt vom Flughafen an dem saftigen Grün der Landschaft im Gegensatz zu der trist graubraunen Steppenlandschaft in Namibia erfreuen. Nach einem Verschnaufsonntag in Königstein bei der Verwandtschaft und Rückreise nach Kleve ging für uns der normale Alltag wieder weiter – versehen mit vielen neuen Eindrücken, vielen Erinnerungen an nette Kontakte und Zufriedenheit über unsere geleistete Arbeit an der Basis, die doch so anders ist als in unserer hochtechnisierten Welt. Zuhause trauerten wir dem Reiz des Einfachen ein bisschen nach, denn schließlich haben wir nicht nur in über 2000 Münder geschaut, sondern auch in den afrikanischen Sternenhimmel. Man sitzt dann da und schaut!
